LEITBILDER FÜR STADTRÄUME
Die regionale Lage des Planungsgebiets der ehemaligen Reese Kaserne, in Zentrumsnähe, an der B 17, an dem Stadtteil Kriegshaber und den Landschaftsräumen, verbindet Vorzüge städtischer Strukturen mit denen des Lebens im Grünen. Das städtebauliche und landschaftsplanerische Konzept des flexiblen “Grünraumregals”, das bereits in dem Europan 7 Wettbewerb thematisiert worden ist, soll verschiedene Formen von Wohnen, Arbeiten, Kultur und Erholung fördern.
Ähnlich wie bei einem Regal sind deshalb räumliche Grundstrukturen vorgesehen, die unterschiedlichste Szenarien für eine nachhaltige Stadtentwicklung aufnehmen können. So werden Monostrukturen vermieden und robuste Räume geschaffen, die zum Einen soziale und gestalterische Vielfalt erlauben, und zum Anderen ein städtisches Gesamtbild erzeugen. Der städtebauliche Entwurf der Rahmenplanung ist keine endgültige und rigide Gestaltung, sondern Leitbild und Szenario am Anfang eines langen Realisierungsprozesses. Dieses Prinzip erlaubt deshalb auch Anpassungen an zukünftige Entwicklungen und sichert somit eine langfristige Realisierbarkeit der Entwicklungsmaßnahme.
Bereits das Forum Reese hat gezeigt wie wichtig die Einbindung der Bürger in den städtischen Gestaltungsprozess ist. Durch die Vielfalt an Möglichkeiten innerhalb der Planung, bei gleichzeitiger Qualitätssicherung, soll deshalb auch das Engagement und die Initiative der Bürger, über das Forum Reese hinaus, aktiv gefördert werden. Kriterien für die öffentliche und individuelle Gestaltung, sollten die Qualität und Identifizierbarkeit auf städtischer und architektonischer Ebene sichern.